Zusammengestellt und vorgetragen vom Dreigestirn
anlässlich des Sturms auf das Rathaus


Unser Mechernicher Grundgesetz für die

Zeit bis Aschermittwoch

Artikel 1
Seht den Tatsachen ins Auge –
Et es, wie et es

Wir sind die nächsten 2 x 3 Tage im Amt und
nicht der Bürgermeister mit seinen Konsorten

Artikel 2
Habt keine Angst vor der Zukunft –
Et kütt, wie et kütt

Auch in der kommenden Session wird das
Rathaus gestürmt und Karneval gefeiert

Artikel 3
Lernt aus der Vergangenheit –
Et hät noch immer jot jegange

Sonst wäre die Prinzengarde nicht 40 Jahre alt
geworden und in dieser Zeit sogar alle
behördlichen Auflagen überstanden

Artikel 4
Jammert den Dingen nicht nach –
Wat fott es, es fott

Der alte schwere Teppich für die Dreifach-Turnhalle
hat ausgedient und es kommt ein
neuer leichter Teppich

Artikel 5
Seit offen für Neuerungen –
Et bliev nix wie et wor

Denn Rat und Verwaltungen finden immer
neue Möglichkeiten, Vorschriften und Gebühren,
um den Vereinen das Leben schwer zumachen

Artikel 6

Fügt euch in euer Schicksal –
Wat wellste machen

Und wenn bei einer der größten Veranstaltungen
in der Stadt die Wasserleitung einfriert, die
Heizung nicht heizt und der Strom nicht wie
versprochen strömt – wir feiern trotzdem

Artikel 7
Achtet auf eure Gesundheit –
Mach et jot, ävver net so off

Geht ins neue Schwimmbad und Sauna, aber
nicht so oft, bei den Zuschüssen und Schwindeleien

wird der Laden sonst noch teurer für uns alle

Artikel 8
Stellt immer erst die Universalfrage –
Wat sull der Quatsch

Der Stadtrat und die Verwaltung haben in den
nächsten Tagen frei, lasst uns diese Gelegenheit
nutzen, selber mal Quatsch zu machen

Artikel 9
Kommt dem Gebot der Gastfreundschaft nach –
Drinkste ene met ?

Das tun wir gerne und trinken mit

Artikel 10
Bewahrt euch eine gesunde Einstellung –
Do laachste dich kapott


Und wir machen jetzt Schluss –

Denn mer wolle fiere – nit lamentiere

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger (Eifel) vom 07.02.2012

Damensitzung

Schnauzerballett ließ Bühne vibrieren

Von Claudia Hoffmann

Bernd Stelter hatte als erster Protagonist auf der Bühne trotz der Kommunikationsfreude der Damen keine Mühe, sich Gehör zu verschaffen. Gut gelaunt nahm er die Trennung von Heidi Klum und ihrem „See-Aal“ ins Visier, der gepflegte Wulff-Witz kam ebenfalls nicht zu kurz.

Damensitzung 2012Zahlreiche Damen hatten sich zu Gruppen zusammen-geschlossen und ein Motto für ihre Kostüme ausgewählt. Diese Mädels hatten sich als Froschköniginnen ausstaffiert. (Bild: Hoffmann)

Bei den Damensitzungen der Prinzengarde ist das schon lange Tradition. Die „jecken Wiever“ warten nicht darauf, von den Protagonisten auf der Bühne aufgeheitert zu werden. Die zumeist bunt kostümierten Mädels kommen schon in bester Stimmung in die Dreifachturnhalle. So standen fast 1000 Närrinnen auch am Samstag bereits begeistert auf den Stühlen, als die Big Band der Gastgeber die ersten Takte anspielte und Prinz Heinz II., „Hucky“ Kranz, ihre Lieblichkeit Jungfrau „Volka“ (Volker Nüßmann) und Bauer Karl „Charly“ Theißen den Saal eroberten.

Bernd Stelter hatte als erster Protagonist auf der Bühne trotz der Kommunikationsfreude der Damen keine Mühe, sich Gehör zu verschaffen.Gut gelaunt nahm er die Trennung von Heidi Klum und ihrem „See-Aal“ ins Visier, der gepflegte Wulff-Witz kam ebenfalls nicht zu kurz, und Stelter machte angesichts der steigenden Spritpreise mit Udo Lindenberg musikalisch auch bei „Shell-Ooh“ einen Zwischenstopp. Und man erfuhr: „Das schielende Opossum ist gar nicht tot.

Westerwelle hat nur ’ne neue Brille!“ Erwartungsgemäß erntete der „schönste Bär von Mechernich“ die erste Rakete des Tages. Anschließend hielten die „Rabaue“ sicherheitshalber große Tafeln mit komplexeren Refrain-Zeilen in der Art von „Lalala“ und „Hey“ in die Höhe – zu späterer Sitzungsstunde möglicherweise eine wichtige Gedächtnisstütze für das Publikum. Wenig später erinnerte sich Guido Cantz, der 2012 sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert, an die Zeit, als er noch „mit dem Faltplan nach Mechernich gegurkt“ war.

Damensitzung 2012

Peter Bauchwitz freute sich über das
Heimspiel in Mechernich. (Bild: Hoffmann)

Frauen auf dem Herrenklo

Bei „Blom & Blömcher“ rannte der Emu und sorgte für jede Menge Trubel auf dem Hühnerhof. Willibert Pauels alias „Ne bergische Jong“ reflektierte in der Folge über den Unterschied zwischen Kölner und Eifeler Karnevalistinnen. Der offenbart sich nach Pauels, wenn Frauen bei Damensitzungen auch das Herrenklo benutzen dürfen.

Während nämlich „die Kölnerin an sich“ dem erschrocken innehaltenden männlichen Kollegen mit einem souveränen „Mir gucken dir schon nix weg“ begegnet, entspannen Eifelerinnen die vertrackte Situation erfahrungsgemäß mit einem bodenständigen „Beruhig dich. Et jit nix, wat mir noch nit jesenn hann!“
„Abräumer des Nachmittags“ waren dann definitiv die Akteure des „Thorrer Schnauzerballetts“. Acht Helfer mussten die Bühne festhalten, die unter den heißen südamerikanischen Rhythmen gefährlich vibrierte, während sich die Deutschen Meister im Männerballett 2004 zu immer verwegeneren Pyramiden schichteten. Im Laufe der temperamentvollen „Fiesta Mexikana“ wurde „Köbes“ Heinz Sechtem sogar zum „Rex Gildo“.

„Endlich wieder zu Hause“, freute sich hiernach der Wachendorfer Peter Bauchwitz gemeinsam mit seinen „Kolibris“ über das Heimspiel. Im Anschluss an den „Bumm-Bumm-Danz“ gingen alle „Hände zum Himmel“. Dort blieben sie auch beim Auftritt der Gruppe „Couleur“, die zur großen Freude des Mechernicher Publikums viele bekannte Lieder im Gepäck hatte.

Bis die Tische aus dem Saal geräumt und das Parkett mit DJ und Live-Musik nach über fünfeinhalb Stunden zum Tanz freigegeben wurde, ließen es „Cölsch Crew“ und die Puppenakrobaten der „Dolls Company“ am Ende noch einmal „krachen“.

 

Ein Bericht der Kölnischen Rundschau (Euskirchen - Eifelland) vom 06.02.2012

Damensitzung

Jecke Party mit Männer-Verbot

Von Franz Küpper

„Weil bei uns einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.“ So lautete Heinz „Adi“ Sechtems einfache Antwort auf die Frage, warum denn die Mechernicher Damensitzung Jahr für Jahr die jecken Wiever in Scharen anzieht.

Damensitzung 2012Herrlich jeck: Bunt kostümiert feierten die Damen „ihre“ Sitzung in Mechernich. Für gute Laune sorgten unter anderem Willibert Pauels als „Ne bergische Jung“ und Prinzengarde-Chef „Adi“ Sechtem, der vom Schnauzer-Ballett ins Rex-Gildo-Kostüm gesteckt wurde. (Foto: Küpper)


Mechernich - „Weil bei uns einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.“ So lautete Heinz „Adi“ Sechtems einfache Antwort auf die Frage, warum denn die Mechernicher Damensitzung Jahr für Jahr die jecken Wiever in Scharen anzieht. Sechtem: „Die Frauen kommen sogar extra aus Köln und Umgebung zu uns.“

 

Zum 31. Mal richtete die Prinzengarde die Damensitzung aus und verwandelte die Mechernicher Sporthalle in ein jeckes Tollhaus – in dem Männer-Verbot herrschte: Mit einem Schild an der Eingangstür wurde den Herren unmissverständlich klargemacht, dass sie erst ab 19 Uhr, also nach Abschluss des offiziellen Programms, mitfeiern dürfen. In der Halle, in der sonst die Schüler zum Turnunterricht gebeten werden, erinnerte nichts mehr an diesen. Mit blau-gelben Schirmen und Bändern hatten die vielen Helfer die Halle in einen „Jeckenkessel“ verwandelt. Das bunte Gesamtbild komplettierten diekostümierten Damen.

Rund 900 jecke Wiever füllten die Halle und feierten ausgiebig. Für gute Stimmung sorgte ein bunter Mix aus etablierten Kölner Karnevalisten – unter anderem standen Bernd Stelter und Guido Cantz , der Mann für alle Fälle, auf der Bühne und sangen und plauderten sich ohne große Probleme in die Herzen der Mechernicher Wiever. Dank der Musikgruppen „Rabaue“, „Kolibris“, „Colör“, „Cölsch Crew“ und der hauseigenen Big Band der Prinzengarde kam beste Laune auf. Mittendrin im „Getümmel“ war das Mechernicher Jubiläumsdreigestirn mit Prinz Heinz II. (Kranz), Bauer Karl (Theißen) und Jungfrau Volka (Nüßmann) , das das bunte Treiben vom Thronsitz aus beobachten konnte – sehr zur Freude der Damen. Etwa Ruth Heiders , die die „Gunst der Stunde“ nutzte: „Wo sonst kann ich dem Prinzen so nah sein“, fragte sie mit einem Augenzwinkern und tanzte fröhlich mit ihrem Stoffhund „Daisy“ weiter.

Wie schon in den Vorjahren trat auch das Thorrer Schnauzer-Herrenballett auf, dieses Mal mit südländischen Tönen und in Flamenco-Kostümen. „Ich bring’ mich mal schnell in Sicherheit“, sagte Rainer Schnichels. Er war einer der drei Moderatoren der Sitzung und feierte dieses Jahr sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Und er wusste: „Die haben immer was Ulkiges mit uns vor. Eigentlich wäre dieses Jahr mal der Adi dran.“ Gesagt, getan: Beherzt griff sich „Zoro“den Vorsitzenden derPrinzengarde und stecke ihn in ein Rex-Gildo-Kostüm. Vor den Augen der Damen wurde erins Tanzprogramm integriert. Sechtem machte eine gute Figur – das natürlich auch ganz zur Freude seiner Moderatoren-Kollegen.

„Stürmisch“ ging es zuweilen nicht nur bei den eigentlichen Auftritten zu: Es war schon beeindruckend zu beobachten, wie die Bühnentechniker der Kölner Gruppen innerhalb weniger Minuten mehrmals auf die Bühne flitzten, um Instrumente und Kabel anzuschließen. Männer in Aktion – auch das freute die Damen. „Himmlischen“ Beistand gab’svon Willibert Pauels . Der Diakon und Büttenredner wusste als „Ne bergische Jung“ zu begeistern.Witzig und ideenreich waren die akrobatischen Leistungen der „Doll’s Company“, kölsche Klassiker steuerten „Blom un Blömcher“ bei. Und irgendwann war das offizielle Programmvorbei. Dann durften ja auch die Männerin die Halle – lange feierten die Karnevalisten gemeinsamzu den Klängen der Prinzengarde-Big Band.

Ein Bericht der Kölnischen Rundschau (Euskirchen - Eifelland) vom 23.01.2012

„Rumpelstilzje“

Fürs Dreigestirn besonders „gut geheizt“

Von David Dreimüller

Keine Spur von Nervosität war dem Mechernicher Dreigestirn Prinz Heinz II. (Kranz), Bauer Karl (Theißen) und Jungfrau Volka (Nüssmann) anzumerken, als es samt Gefolge die Bühne bei der Prunksitzung des Festausschusses Mechernicher Karneval (FMK) betrat.

MECHERNICH Keine Spur von Nervosität war dem Mechernicher Dreigestirn Prinz Heinz II. (Kranz), Bauer Karl (Theißen) und Jungfrau Volka (Nüssmann) anzumerken, als es samt Gefolge die Bühne bei der Prunksitzung des Festausschusses Mechernicher Karneval (FMK) betrat.

Angeführt von Herold und Geburtstagskind Ansgar Richards betrat das Dreigestirn den Saal und sorgte für gute Stimmung unter den Mechernicher Jecken. Aufgrund der hohen Raumtemperatur ließ es sich Sitzungspräsident Björn Wassong nicht nehmen, zu erwähnen, dass man für das Dreigestirn „auch gut geheizt“ habe. Zudem berichtete Wassong, wie er Prinz Heinz II. im Zug von Köln nach Mechernich getroffen habe. Dieser sei den Tränen nahe gewesen, als der Zug die ersten Häuser von Mechernich erreicht hatte. Zu ihren 40-jährigen Bestehen stellt die Prinzengarde Mechernich das Dreigestirn am Bleiberg. Zu Ehren des Trifoliums tanzte die Große Garde des FMK.

Die von Dirk Schwier trainierte Truppe zeigte mit tollen Figuren, warum sie amtierender Verbandmeister im Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel ist. Für die erste Büttenrede des Tages sorgte Stefan van den Eertwegh alias „Die Erdnuss“, der bereits einige Auftritte im Kölner Karneval hatte. Für Schunkelmusik sorgten im Anschluss die „Kölsche Bengels“. Als weitere Büttenredner traten Uli Teichmann sowie das Duo „Harry und Achim“ auf. Ein weiter Höhepunkt der Sitzung war der Auftritt einer der bekanntesten Redner des Kölner Karnevals: Fritz Schopps alias „Et Rumpelstilzje“ hatte allerhand Neues aus dem Märchenwald zu berichten. „Ich habe das Rumpelstilzje noch nie so super gesehen wie bei uns“, sagte Michael Sander vom FMK.

Die Frauenherzen im Saal ließ das Männerballett Udenbreth mit seinem Auftritt höherschlagen. Die Herren hatten sich als Römer verkleidet und entführten die Jecken in die Antike. Den Abschluss der Sitzung bildete der Auftritt von „The wild Bobbin Baboons“. „Die haben im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte abgefackelt“, so Sander über die Rock ’n Roll-Band. Diese habe mit Brennpaste ihr Keyboard zum Brennen gebracht, weshalb einige Feuerwehrleute unter den 220 Jecken wegen des Show-Effekts schon nervös geworden seien. „Es war eine super Sitzung – anders kann man es nicht sagen“, fasste Sander in Worte, was viele Jecken in der Barbaraschule wohl auch gedacht haben.

 

Kölnische Rundschau (Euskirchen-Eifelland) vom 14.12.2011

Leben ist "mehr als graues Einerlei"

Parallelen zwischen Karneval und Advent - Messe auf Platt in Roggendorf

Von ELVIRA HILGERS

ROGGENDORF. "E Fastelovendskostüm ess wie e staats Jewand vom Heil." Unter diesem Motto stand die 19. Auflage der "Plattmess" in der katholischen Kirche in Roggendorf, die Pfarrer Ralf Lennartz mit den Karnevalisten und Tollitäten aus Eiserfey, Vussem, Holzheim, Mechernich sowie der IG Nordstadt Euskirchen und vielen Besuchern feierte.

Werner Wilms stimmte die Kirchenbesucher mit einem besinnlichen Lied ein. In seiner kurzen Ansprache sagte Lennartz, "dat für die Roggendorfer Advent wie Karneval oss: Merr moss waare". Und im Schuldbekenntnis beteten die Gläubigen: "Ich senn net esue, leeve Jott, wie du mich han wells. Ich wesß och, dat ich jot sen soll, doch ich stiffte bloß Onheel on Onfredde, manchmol senn ich ene richtig fiese Möpp."

Verkleiden gehört dazu

"An Fastelovnd, do deht me sich verkleede", begann Pfarrer Lennartz seine Predigt, die er auch auf Platt hielt: "Kleede maache Löck - och em Fastelär!" Das Verkleiden gehöre im Karneval einfach dazu. Und auch, dass die Jecken lange überlegen, als was sie denn nun losziehen wollen. "Die Häären und Dame met de wiß-blaue Röck" und die Tollitäten hätten es da doch wesentlich einfacher. Manch einer möge sich wie ein anderer Mensch fühlen und verhalten in den feinen Stöffchen. An Karneval wollen alle schöne, bunte Kleider zeigen - etwas anderes als der "Jededaachs-Jeans-Krohm" - und zeigen, dass es mehr im Leben gibt als nur graues Einerlei. "Mir senn Mensche, von osserem Herrjott jemaat! Er hätt oss leev, su wie mir senn!" Wenn man im Fastelovend das Leben und den anderen achte und respektiere, spüre man die Freiheit - und dass man von der Liebe Gottes getragen sei. Daher könnten und sollten die Kostüme "staaze Jewände vom Heil" sein!

Willi Ronig von der IG Roggendorf verfasste die Fürbitten - ebenfalls auf Platt und ebenfalls zum Thema Kostüme und Karneval. Mit dem Lied "Wenn mier su an de Herjott denke", gedachten die Gläubigen besonders Anni Reim, die vor rund sechs Monaten verstarb und deren Lied dies war. Werner Weimbs und die Bläser aus Glehn sorgten für die musikalische Untermalung der Messe.

Bericht der Kölnischen Rundschau (Euskirchen - Eifelland) vom 19.01.2012

Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 16.01.2012

Fahrbarer Untersatz fürs Dreigestirn

FahrzeugübergabeJoachim Vossel präsentierte Prinz Heinz II. eines der alten Schulhefte, das er einst als Junge im Schreibwarenhandel gekauft hat, den die Eltern der amtierenden Mecher- nicher Tollität in der Mechernicher Heer-straße betrieben haben. Foto: Paul/Düster/ pp/Agentur ProfiPress

Als Schuljunge die Hefte im Laden des Prinzenvaters gekauft

„Echte Fründe ston zesamme, ston zesamme su wie eine Jott un Pott“, heißt es im Liedtext von „De Höhner“. Doch Prinz Heinz II.  (Kranz), Bauer Karl (Theißen) und Jungfrau Volka (Nüßmann), die in dieser Session das Mechernicher Dreigestirn bilden, stehen nicht nur zusammen:

Dank einer Gemeinschaftsaktion der beiden in Mechernich ansässigen Firmen Autohaus Vossel und Schneider-Bank-Reisen fahren sie ab sofort auch „zesamme“ komfortabel von Termin zu Termin.

Für die Dauer der Session erhielt das närrische Regenten-Trio einen VW Bus T5 mit neun Sitzen, denn neben dem Dreigestirn müssen auch die drei Adjutanten von Auftritt zu Auftritt reisen. „Wir machen das gerne, denn wir wissen, welche Erleichterung ein solch fahrbarer Untersatz für die Karnevalisten darstellt“, freute sich Geschäftsführer Joachim Vossel vom Autohaus Vossel, das die Mechernicher Tollitäten schon zum zwölften Mal in dieser Form unterstützt.

Alle drei Mechernicher Karnevalsvereine hatten Abordnungen zur Fahrzeugübergabe entsandt, und so wurde der Ausstellungsraum des Autohauses schnell zur Karnevalsbühne. Zum Amüsement der Zuhörer erzählte Joachim Vossel aus seiner Kindheit.

FahrzeugübergabeTradition hat im Autohaus Vossel die Fahrzeugübergabe von Joachim Vossel und Harald Bank (v.l.) an die Mechernicher Tollitäten, in dieser Session an das Dreigestirn Prinz Heinz II. (Kranz), Bauer Karl (Theißen) und Jungfrau Volka (Nüßmann) . Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Die habe er an der Heerstraße Tür an Tür mit dem amtierenden Prinz Heinz II. verbracht, dessen Eltern im Nach-barhaus ein Schreibwarengeschäft im alten Stil führten. „Ich kaufte mir dort meine Schulhefte und bekam von Deinem Vater immer etwas Süßes dazu. Einiges habe ich gesammelt. Dieses Salzlakritz ist gerade einmal 40 Jahre alt. Magst Du mal probieren?“

Auch die Präsidenten der drei städtischen Karnevalsvereine Heinz Sechtem (Prinzengarde), Reinhard Kijewski (KC Bleifööss) und Albert Meyer (Festausschuss Mechernicher Karneval) bedankten sich bei Joachim Vossel und Harald Bank mit ihren Sessionsorden für die Unterstützung.

Festausschuss-Vorsitzender Albert Meyer kam zum Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung noch einmal in eigener Sache zu Wort: „Unsere Prunksitzung am 21. Januar findet nicht, wie geplant in der Dreifachturn-halle statt, sondern in der Barbara-Schule.

Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 02.12.2011

Big Band ist der Stolz der Garde

Festkommers 40 Jahre PGMDie Bigband der Prinzengarde ist ein Garant für musikalische Unterhaltung und durfte beim Festkommers natürlich nicht fehlen. Rechts ihr Bandleader Christian Wassong. Foto: Petra Grebe/KStA/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick würdigte beim Festkommers zum 40-jährigen Bestehen der Prinzengarde Mechernich (PGM) deren Verdienste für Brauchtum, Vereinsleben und Musiklandschaft in Mechernich

Der Kernort Mechernich hat drei vater-städtische Karnevalsgesellschaften, den Festausschuss Mechernicher Karneval, die Prinzengarde und den KC Bleifööss. Letztere sind die jüngsten, der von Präsident Albert Meyer geführte Festausschuss der altehrwürdigste. Die Prinzengarde liegt mit ihren 40 Jahren genau in der Mitte. Sie befindet sich sozusagen „in den besten Jahren“. Zum Jubiläum schickt die von Heinz „Addy“ Sechtem kommandierte Garde natürlich mit Prinz Heinz II. „Hucky“ Kranz, Bauer Karl „Charly“ Theißen und Jungfrau „Volka“ Volker Nüßmann ein eigenes Dreigestirn ins närrische Rennen. Ihr ganzer Stolz aber ist die Bigband der Prinzengarde. Das wurde jetzt beim Festkommers anlässlich des 40jährigen Bestehens in der Aula des städtischen Mechernicher Schulzentrums deutlich.

Festkommers 40 Jahre PGMBeim Einzug des Dreigestirns, hier Prinz "Hucky" Heinz II., erhoben sich die Menschen von ihren Plätzen. Foto: Petra Grebe/pp/Agentur ProfiPress

Der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und die stellvertretende Landrätin Dr. Sabine Dierhold beglückwünschten die Prinzengarde und hoben den starken Einsatz der Mechernicher Karnevalisten für den Erhalt des Brauchtums und die Belebung der Vereinskultur hervor. Auch Dieter Milz, Vorsitzender des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel im Bund Deutscher Karneval, zählte zu den Gratulanten des Abends.

Die Journalistin Petra Grebe schreibt im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Für die musikalische Umrahmung des festlichen Abends war die vereinseigene Big Band der Prinzengarde zuständig. Sie bewies den Besuchern, dass sie nicht nur karnevalistische Klänge beherrscht, sondern darüber hinaus ebenso mit dem klassischen Big-Band-Sound begeistern kann.“

Heinz Sechtem ließ beim Kommers die Geschichte der Garde Revue passieren. Dabei war die Rede von vielen Prinzenpaaren, Prinzen und Dreigestirnen, von Rathaus-Erstürmungen und zahlreichen Wagen für den traditionellen Mechernicher „Rosensonntagszug“.

Etwas ganz Besonderes aber ist für die Mechernicher Prinzengarde ihre eigene Big Band. Die hat sich nicht nur regional Meriten erworben, sondern auch bei einigen internationalen Auftritten, vor allem in Frankreich. Bisheriger Höhepunkt der Bandgeschichte war ein Gastspiel bei einem Folklorefestival in Brasilien während der Session 1995/96.

Festkommers 40 Jahre PGMDas Jubiläumsdreigestirn der Prinzengarde mit (von links) Jungfrau "Volka", Prinz Heinz II. und Bauer Karl. Im Hintergrund die Prinzenführer, Adjutant Marcel Hembach (ganz links) und PGM-Präsident Heinz "Addy" Sechtem (3. v. r.). Foto: Petra Grebe/pp/Agentur ProfiPress

Petra Grebe schreibt: „Zahlreiche Ehrungen standen im Rahmen des Festkommers ebenfalls auf dem Programm. Der Vorsitzende ernannte Norbert Eckert zum Ehrenmitglied der Prinzengarde. Er sei mehr als 38 Jahre dabei, mehr als 30 Jahre für den Wagenbau verantwortlich und arbeite im Festkomitee mit.“

Weitere langjährige Mitglieder wurden für ihren Einsatz in der Prinzengarde geehrt. Den Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in Silber bekamen Friedel Hüllenkrämer, Stephan Hüllenkrämer, Gertrud und Werner Kohse sowie Frank Traber. Heinz Kranz und Volker Nüßmann erhielten den BDK-Orden in Gold und Heinz „Addy“ Sechtem bekam den Orden in Gold mit Brillanten. Den Verdienstorden in Gold des Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel im Bund Deutscher Karneval erhielten Ludwig Bergheim, Margret Eick, Hans Hilger, Henny Hilger, Christa Klinkhammer, Sabine Klinkhammer, Toni Klinkhammer, Ulrich Komm und Günter Nelles.

Bericht der Kölnischen Rundschau (Euskirchen - Eifelland) vom 28.11.21011

Prinzengarde Mechernich

Hohe Auszeichnung für Sechtem

Von Vera Junker

Vor 40 Jahren wurde die Prinzengarde Mechernich gegründet. Seit dem erklingt das „Mechernich Alaaf“ – und der Ort hatte nach dem 1960 gegründeten Festausschuss Mechernicher Karneval die zweite Gesellschaft, später kam noch der KC Bleifööss dazu.

Mechernich - Vor 40 Jahren, in einer Märznacht des Jahres 1972, wurde die Prinzengarde Mechernich gegründet. Seit dem erklingt das „Mechernich Alaaf“ – und der Orthatte nach dem 1960 gegründeten Festausschuss Mechernicher Karneval die zweite Gesellschaft, später kam noch der KC Bleifööss dazu.

Anlässlich des Jubiläums ließen die Vereinsmitglieder und Gäste die Vergangenheit bei einem feierlichen Festkommers Revue passieren. Dass ein Rückblick auf „ein halbes Menschenleben“ gar nicht so einfach ist, musste Vorsitzender Heinz Sechtem während der Vorbereitungen feststellen: „Bei meinem ersten Versuch, unsere Geschichte zusammenzufassen, bin ich im Jahr 1978 schon auf satte acht Seiten gekommen. Da brauchte es einen zweiten Anlauf. Mit insgesamt acht Seiten passt das jetzt ganz gut und ich erzähle keine zwei Tage.“

Nicht nur Sechtem fragte sich an diesem Abend: „Wo ist die Zeit geblieben?“ Die Prinzengarde, die in den Anfangsjahren von einem Fanfarencorps, dann von einem Musikcorps und seit 1984 von einer eigenen Big Band musikalisch begleitet wird, hat eine bewegte Zeit hinter sich.

„Wir haben uns ständig weiterentwickelt. Sind durch viele Höhen und einige Tiefen gegangen“, so Sechtem. Mittlerweile ist die Prinzengarde Mechernich, so formulierte es Bürgermeister und Schirmherr Dr. Hans-Peter Schick, ein Aushängeschild der Region. „Ohne ein großes Maß an ehrenamtlichem Engagement wäre diese Geschichte nicht möglich gewesen“, zollte Schick dem Verein Respekt.

Zu den Gratulanten zählten auch die stellvertretende Landrätin Dr. Sabine Dirhold, sowie Dieter Milz vom Regionalverband Rhein-Sieg-Eifel im Bund Deutscher Karneval. Im Rahmen der Veranstaltungwurden vereinsinterne Ehrungen vorgenommen und Norbert Eckert zum vierten Ehrenmitglied ernannt. Vom Bund Deutscher Karneval erhielt Sechtem für 40 Jahre Vorstandsarbeit den Verdienstorden in Gold mit Brillanten – es ist die höchste mögliche Ehrung. Den goldenen Verdienstorden erhielten Heinz Kranz und Volker Nüßmann. Mit „Silber“ ausgezeichnet wurden Friedel und Stephan Hüllenkrämer sowie Werner und Gertrud Kohse und Frank Traber.

Eine „goldene“ Auszeichnung erhielten Ludwig Bergheim, Margret Eich, Hans und Henny Hilger, Christa, Sabine und Toni Klinkhammer, Ulrich Komm und Günter Nelles.