Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 24.02.2017

 

Mechernich wird jecke Aristokratie

 

Von der ehemaligen Jugendprinzessin Sarah Falk (l.) und der Ex-Prinzessin Heike Massong in den Gewahrsam genommen, schwenkte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick lächelnd die weiße Fahne auf dem Mechernicher Rathausbalkon. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

 

Mehrere Generationen ehemaliger Narrenherrscher übernahmen das Kommando in Mechernich

 

Mechernich – Am Ende war die Übermacht zu groß, so viel geballter närrischer Aristokratie musste sich der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick geschlagen geben, hatten sich in Ermangelung eines aktuellen Narrenherrschers doch etliche ehemalige Tollitäten vor dem Rathaus in Stellung gebracht.

Man ließ ihm sogar die freie Wahl, als er den Rathausschlüssel aushändigen musste. „Wem gebe ich denn jetzt den Schlüssel ?“ Ohne lange zu überlegen, entschied Schick sich für „zwei lecker Mädche“, von denen er sich nach dem obligatorischen Gefecht mit sichtlichem Wohlgefallen hatte abführen lassen: Sarah Falk, Jugendprinzessin 2015 und Heike Massong, die mit ihrem Vater Peter Massong in der Session 2009/2010 als Generationen vereinendes Prinzenpaar inthronisiert worden war, holten Schick, nachdem er lange genug die weiße Fahne geschwenkt hatte, vom Rathausbalkon herunter und lieferten ihn den Besatzern aus.

Bis dahin war vor dem Rathaus ordentlich Remmidemmi gemacht worden. Heinz „Addy“ Sechtem, der Kommandant der Mechernicher Prinzengarde, forderte Schick mit Nachdruck auf, die Geschicke der Stadt für die kommenden närrischen Tage in die Hände der Narren zu legen. Böller aus der Kanone der Prinzengarde wurden umgehend beantwortet von Schicks Pistolenschüssen. Doch dem Bürgermeister half weder die Tarnung aus vielen bunten Ballons noch die bunt kostümierte Belegschaft. Der Schusshagel nutzte nix – am Ende gab sich der Mechernicher Beamtenbunker geschlagen.


Dem Kanonendonner von unten ließ Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick Schüsse aus der Pistole folgen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

 

„Muss ich heut mit schwerem Herzen diese Schmach nun hier verschmerzen: Dass mich stürzt kein neuer Prinz – nein, seht her, die Alten sind’s“, rief der überwältigte Bürgermeister. Veteran unter den „Alten“ war der 82-jährige Peter-Josef Kramp, genannt „Piefe-Pitter“, eine Mechernicher Institution und Prinz Karneval 1980/81. Das Küken in der Riege war die ehemalige Jugendprinzessin Sarah Falk, und dazwischen waren etliche andere Vertreter des närrischen Adelsgeschlechts am Bleiberg erschienen, um im von Marcel Hembach ausgerufenen „Freistaat Mechernich“ die Amtsgeschäfte zu übernehmen.

In seiner Regierungserklärung nannte Hembach auch schon einmal das designierte Dreigestirn der Session 2017/18: Mit Prinz Hans-Peter I., Bauer Thomas und Jungfrau Rafaela – gemeint waren Bürgermeister, Beigeordneter und Kämmerer – wollte der Festausschuss Club der ehemaligen Tollitäten *) in der kommenden Session quasi den Bock zum Gärtner machen. Zur Vorbereitung verdonnerte Hembach das Trio zu Aufräumarbeiten am Veilchendienstag. Und Ex-Jungfrau Volka alias Volker Nüßmann ernannte der Festausschuss zum EDV-Minister, der das Internet in Kommern-Süd und Mechernich-Nord lahmlegt. Und zwar so lange, „bis diese sich mit der Osttangente und dem Neubaugebiet anfreunden“, frotzelte Hembach.

Keine Frage: Bis Aschermittwoch sind die Geschäfte am Bleiberg geregelt und die Narren und der „Rote Baron“ Wolfgang Weilerswist haben das Haus in ihrer Hand. Schick muss sich gedulden, bis er mit seinen Mitarbeitern wieder die Oberhand in den Amtsstuben erhält. Das wolle er tun, versprach er: „Dem komm ich nach, unn zwar ohn Tränen, laut jelaach. Hab‘ ich Durst und meide Schlaf und wünsch von Herzen Euch - Alaaf!“

 

pp/Agentur ProfiPress
(24. Februar 2017)

 

*) Änderungen durch Redaktion PGM

 

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom 06.02.2017

 

Prinzengarde Mechernich: 820 jecke Frauen schunkelten bei der Damensitzung

 

Damensitzung 2017

Als leuchtende Schneefrauen hatte sich diese Clique aus Tondorf bei der Mechernicher Damensitzung kostümiert. Foto: Lieser

 

820 jecke Frauen schunkelten bei der Damensitzung in der Sport- und Festhalle an der Bruchgasse in der nun schon 36. Auflage der Traditionssitzung.

 

Das muss der veranstaltenden Prinzengarde Mechernich erst einmal jemand nachmachen. Der erste Augenschein allerdings trog: Die Parkplätze am Turmplatz und an der Bruchstraße waren am Samstagnachmittag längst nicht alle belegt. Wer nun meinte, entsprechend wenig Publikum sei zur 36. Damensitzung der Prinzengarde Mechernich in die Sport- und Festhalle gekommen, der irrte sich allerdings gewaltig.

 

„Die Frauen lassen sich von ihren Männern natürlich bringen und abholen“, schmunzelte Heinz Sechtem, Vorsitzender der Prinzengarde. Man hätte es sich denken können. Dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Besucherinnen gezählt wurden, lasse nicht auf einen Aufschwung schließen. Sechtem: „Wenn die Session wie im vergangenen Jahr so kurz ist, dann gibt es das schon mal. Die Leute gehen dann nicht auf so viele Sitzungen.“ In diesem Jahr sei die Session lang.

 

Der Videotechnik sei Dank ! Denn so konnte Britta Benders inmitten ihrer neun Freundinnen aus Mechernich und Umgebung im Hallentrubel dabei sein: „Ich wohne in Aachen. Ohne Video-Nähanleitung meiner Freundinnen hätte ich gar kein Kostüm schneidern können. “ Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Sie trug eines von zehn aufwendigen Pfau-Kostümen. Nur die Korsagen hatten sich die Damen gekauft. Nicht nur die Gruppe aus Mechernich hatte sich viel Mühe beim jecken Sitzungsoutfit gemacht. Überall sah man wunderschöne und fantasievolle Verkleidungen. Auch für Daniela Rudolf aus Tondorf und ihre 13 Freundinnen ist die Damensitzung in Mechernich ein festes Ritual: „Das muss sein“, so Rudolf.

 

Die Tondorfer Clique leuchtete dank in weiße Tüllröcke eingearbeitete Lichterketten wie zur Weihnachtszeit: „Wir gehen als Schneefrauen“, stellte Rudolf klar, die sich besonders auf die Auftritte der Paveier und von Kuhl un de Gäng in dem gut vierstündigen Programm freute. Unterdessen machte Entertainer Christian Pape vor den aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern angereisten Jeckinnen noch seine Späße und Faxen auf der Bühne.

 

Die Frauen im Saal nahmen es gelassen. Das änderte sich schlagartig, als die Paveier ihren Auftritt hatten. Seit 33 Jahren sind sie für beste kölsche Stimmungsmusik gut. Der Beifall der mitsingenden Frauen in der Halle ließ nicht lange auf sich warten. Und auf ging’s auf die Stühle.

 

Ähnliches sollte sich bei den „Räubern“ wiederholen – schließlich ist ihr „Denn wenn et Trömmelche jeit“ so etwas wie eine karnevalistische Nationalhymne des Rheinlands. „Dat is Heimat“ wird auch von den Frauen auf der Damensitzung mittlerweile fast genauso geliebt – schon aufgrund des hohen Schunkelfaktors der Melodie des Liedchens.

 

Dazu kamen etwa „Blom & Blömcher“, Marita Kölner, natürlich Kuhl un de Gäng oder mit „De Hoppemötzjer“ eine der schon professionellen Showtanzgruppen. Fast alle Stars kamen aus Köln oder dem Rheinland, wie es bei der Damensitzung schon lange Jahre üblich ist. Wer einmal auf der Bühne vor diesem wie immer begeisterungsfähigen und dankbaren Publikum stand, wird schnell zum Dauergast und von den Damen begeistert gefeiert.

 

Das galt auch für das Thorrer Schnäuzer-Ballett aus der Nähe von Bergheim. Die Mannsbilder sind immer ein Höhepunkt auf der Damensitzung – egal, wer sonst noch im Programm mitmacht. Nach ihrem diesjährigen Auftritt in Mechernich allerdings gibt es wohl kein Wiedersehen. Das Ballett ist auf seiner Abschiedstournee. Aber man soll ja niemals nie sagen. (sli)

 

 

 

Ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers / der Kölnischen Rundschau vom 17.02.2017

 

Die Maläste mit der Karnevals-Bürokratie

 

Prinzengarde hat mit Problemen zu kämpfen – Die nächste Damensitzung findet aber statt – Einbruch in die Turnhalle

 

 Leev Marie ! Kölsche Karnevalsgrößen, hier die Paveier, sorgen bei der Damensitzung für Stimmung. Foto: Lieser

 

Von Ramona Hammes

 

MECHERNICH. Es ist ein Samstag mitten in der Session. 850 bunt kostümierte Damen haben sich in der Mechernicher Dreifachhalle versammelt. Karneval und gute Laune sind angesagt. Es ist ihre Sitzung. Auf, vor und hinter der Bühne ist in diesen Stunden nichts davon zu spüren, dass solche Veranstaltungen für die Crew, die sie zu stemmen haben, ein echter Kraftakt sind. Und dass sie rund um das fröhliche Treiben mit Widrigkeiten zu kämpfen und Enttäuschungen wegzustecken haben.

 

Seit 35 Jahren zeichnet die Prinzengarde für die Damensitzung verantwortlich. Geboren wurde die Idee übrigens im Rahmen der Herrensitzung: Einige Damen standen damals vor der Tür und forderten „ihre“ Sitzung ein. Gesagt, getan.  Die Damensitzung ist seitdem ein Hit im Eifeler Karneval – die Herrensitzung fand vor elf Jahren zum letzten Mal statt, mangels Publikumszuspruchs wurde sie eingestellt.

 

Für Auf- und Abbau, um die schnöde Turnhalle in einen Festsaal und wieder zurück zu verwandeln, rücken vor und nach der Damensitzung um die 25 Helfer an. Sechs Vorstandsmitglieder stemmen im Vorfeld die Organisation inklusive des immensen „Papierkrams“.

 

Als „schwer zu ertragen“ bezeichnet Prinzengarde-Pressesprecher Wolfgang Schmidt die immer weiter steigenden behördlichen Auflagen. Die Mechernicher spüren deutlich, wie streng seit dem Love-parade-Unglück Vorgaben in Sachen Sicherheit und Brandschutz geworden sind. Natürlich wollen die Organisatoren die Veranstaltung für ihre Gäste so sicher wie irgendmöglich machen.

 

Doch zuweilen kommen ihnen Zweifel an der Sinnhaftigkeit angeordneter Maßnahmen. Aus dem Bündel so vieler Kleinigkeiten nennt Schmidt das Beispiel des Veranstaltungsmeisters, der seit einigen Jahren Pflicht ist. Dieses Jahr sei der besonders streng gewesen. Um 13.50 Uhr – zehn Minuten vor Beginn der Sitzung – habe er gefordert, die Treppe zur Bühne umzuräumen.

 

„20, 30 Jahre war es in Ordnung, dass die da gestanden hat“, sagt Schmidt. Und nun sollte sie an die Wand gestellt werden, damit jemand im Falle eines Falles in Richtung Wand und nicht gegen die Box fallen könne. Zudem habe der Mann eine „Stolperfalle“ in Form zweier Bretter am Laptop-Tisch gefunden, die Umbauarbeiten nötig machte. Natürlich sei man da genervt, bekennt Schmidt, aber: „Da fangen Sie keine Grundsatzdiskussion übers Leben an, sondern tun, was verlangt wird.“

 

In diesem Jahr hat die Prinzengarde mit weiteren Unbilden zu kämpfen gehabt. In der Nacht nach der Sitzung wurde in die Halle eingebrochen. Offenbar waren die Täter auf der Suche nach Bargeld – doch das hatten die Mechernicher natürlich nicht zurückgelassen.

 

Zudem habe erst wenige Tage vor der Sitzung geklärt werden können, wie denn der Hallenboden abgedeckt werde. Die alte Schutzabdeckung war beim Wasserschaden in der Halle zerstört worden. Eine neue wurde von der Stadt im vergangenen Jahr vor der Veranstaltung mit Arbeitsministerin Andrea Nahles beschafft – doch der Schutzboden ist wasserdurchlässig und damit für eine Veranstaltung mit Getränkeausschank nicht geeignet. „Warum hat man dann nicht gleich den Undurchlässigen bestellt?“, fragt Schmidt. Hier kann Mechernichs Beigeordneter Thomas Hambach für Aufklärung sorgen: Man benötige verschiedene Schutzabdeckungen. Die wasserundurchlässige sei ebenfalls bestellt, aber noch nicht geliefert. Diese stehe für die kommende Session zur Verfügung.

 

Er kann grundsätzlich nachvollziehen, dass die Sicherheitsauflagen den Veranstaltern einiges abverlangen, findet es gar bedenklich, wenn dadurch das für die ländliche Region so wichtige, vereinsgestützte Brauchtum erschwert wird. Doch er wirbt auch um Verständnis: „Wir fordern nichts, was wir nicht fordern müssen.“

 

Zu den ganzen Vorschriften gesellt sich, so Schmidts Beobachtung, noch ein Problem im Kernort: „Es ist schwer, Mechernicher für Veranstaltungen in der Stadt zu begeistern und anzulocken.“ Nachwuchsprobleme gebe es in vielen Vereinen, so Schmidt. Mit geringen Besucherzahlen haben bereits alle Gesellschaften des Ortes zu kämpfen gehabt: Beim Festausschuss hat’s vor Jahren bei den Sitzungen arg mau ausgesehen, die Bleifööss verzichten dieses Jahr auf die Sitzung, die Prinzengarde- Herrensitzung gibt’s seit Jahren nichtmehr. Schmidt: „Speziell die Mitbewohner aus den neuen Gebieten wie Vier Wege und Mechernich-Nord sind vom Vereinsleben in Mechernich weit entfernt.“

 

Dabei gebe es für eine Mitarbeit in Vereinen viel Wertschätzung. Und es sei eine prima Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und etwas über das kulturelle Leben der Stadt zu erfahren, in der man nun zu Hause ist.

 

Ob die Prinzengarde angesichts der Maläste nicht die Lust an Veranstaltungen wie der Damensitzung verliert ? Mitnichten. Schmidt hat gleich eine Ankündigung parat: „Die nächste Damensitzung findet am 3. Februar 2018 statt – entgegen anderslauteren Gerüchten !“

 

 

PRINZENGARDE 1972 E.V. MECHERNICH

 

Die Prinzengarde ist in Anlehnung an das Mechernicher Stadtwappen blau-gelb. Gegründet wurde sie 1972. Der Schlachtruf ist „Drei Mal Zieh Blank“ (das kommt vom Säbel ziehen).

 

Die erste Herrensitzung fand 1981 statt, 1982 folgte die Damensitzung. Zum ersten Mal im Zoch war die Prinzengarde schon 1973 dabei.

 

Besonders freuen wir uns jedes Jahr auf die Damensitzung. Sie ist mittlerweile eine große Veranstaltung über die Landesgrenzen hinaus – sämtliche Karnevalsgrößen haben uns auf den Sitzungen schon besucht.

 

Tränen lachen wir immer beim Aufbau und Abbau der Damensitzung. Mal fallen Räder beim Transport von Bühnenelementen ab. Mal werden lustige Utensilien morgens nach der Sitzung gefunden. Mal finden wir sogar schlafende Frauen.

 

Bei Auftritten der Big Band wurden schon Musiker auf Rastplätzen vergessen, was erst bei der Ankunft auffiel und in Zeiten ohne Handy einiges an Organisation verursachte. In einem Proberaum wurde um 22 Uhr der Strom abgestellt, so dass man mit Taschenlampe einpacken musste.

 

Tollitäten zu finden, wird immer schwieriger. Arbeit in den Vereinen allgemein steht heute nicht mehr im öffentlichen Interesse.

 

Unser Orden zeigt das Vereinslogo. Er wird in der Regel eingekauft in einer Manufaktur, einige Orden in der Historie sind selbst entworfen worden.

 

Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 09.02.2016

 

Last einer Dachziegel am Hals

 

Stolz präsentiert Mechernichs Prinz Michael III. (Sander) seinen neuen Orden. Foto: Paul Düster/ pp/Agentur ProfiPress

 

Im „Gehner Gürzenich“ wurde wieder der wohl „größte Karnevalsorden“ der Welt verliehen

 

Mechernich-Gehn – „Platz ist in der kleinsten Hütte“ heißt es, aber wenn im „Gehner Gürzenich“ bei der Verleihung des wohl größten Karnevalsordens der Welt gleich drei Gesellschaften mit ihren Tollitäten einmarschieren, platzt das von der Dorfgemeinschaft betriebene Domizil aus allen Nähten. Seit 2006 verleihen die Gehner Jecken gemeinsam mit der KG Greesberger aus Kommern den großen Orden an

befreundete Tollitäten. Die Orden werden aus Frankfurter Dachpfannen gefertigt und von Künstlerin Martina Hessel mit Serviettentechnik sowie mit aufgeklebten Accessoires verziert. Jeder Orden wird für den Träger individuell gestaltet. Die Motive sind auf die Interessen, Eigenarten oder auch den Beruf der jeweiligen Tollität abgestimmt.

„Dreimol Gehn Alaaf“ auf das Mechernicher Dreigestirn als neue Ordensträger. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

 

In diesem Jahr wurde die Schwerfener Prinzessin Daniela I. (Darnhuis) von der KG „Schwerfe bliev Schwerfe“ ebenso mit dem Ordens-Monstrum ausgezeichnet wie das Mechernicher Dreigestirn Prinz Michael III. (Sander), Bauer Reinhard (Kijewski) und Jungfrau Margret (Eich). Zum krönenden Abschluss kam das Kommerner Prinzenpaar Nicole und Thomas (Bank) auf die aus Platzmangel nicht vorhandene Bühne.Prinz Thomas, bekennender Whiskeyfan, erklärte, dass der mit einer kleinen Whiskeyflasche gestaltete Orden einen Ehrenplatz in seiner Sammlung erhalten wird.

„Auch im kommenden Jahr wird es sicherlich eine Verleihung des XXL-Ordens geben“, kündigte Organisator Beppo Wassong an.

 

pp/Agentur ProfiPress
(09.02.2016)

 

Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 09.02.2015

 

Mir hann möm Wödder Jlöck !

 

Sie genossen den Höhepunkt ihrer Regentschaft beim Mechernicher „Zoch“ gemeinsam mit über 1000 Jecken: Prinz Michael II. (Sander), Bauer Reinhard (Kijewski) sowie Jungfrau Margret (Eich). Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur Profi Press

 

 

Mechernicher „Zoch“ begeisterte über 1000 Jecken – Wetter spielte mit – Bestens gelauntes Dreigestirn, kunter- bunte Fußgruppen, kreative Wagen und viel „Kamelle“

 

Mechernich – „Mir hann möm Wödder Jlöck! Et jeht loss – der Zoch kütt!!!“ schmetterte Marcel Hembach, der stellvertretende Vorsitzende des Festausschusses Mechernicher Karneval (FMK) den über 1000 Jecken entgegen, die sich in den Mechernicher Straßen knubbelten. Wer das nicht verstanden hatte, konnte auch auf dem am von Lückerather Theo Schoddel gelenkten „Leit-Trecker“ befestigten Schild lesen: „De Zoch kütt!“ Begleitet von unzähligen „Kamelle“ und „Alaaf“-Rufen schlängelte sich der kunterbunte Lindwurm bei zwar grauem aber trockenem und sturmfreien Wetter vorbei am ausgelassen feiernden närrischen Volk.

Mit seinen auch diesmal wieder 34 Gruppen halte der Mechernicher „Zoch“ seit Jahren das Niveau, freuten sich die Zugleiter Kevin Hembach und Dirk Gemünd, „ebenso wie unsere Sitzungen“, ergänzte der Eifel-Dekan und aktive Karnevalist Erik Pühringer mit Gruß auch „nach oben“ – also zum Dreigestirn. Hoch auf dem Prunkwagen grüßten Prinz Michael II. (Sander), Bauer Reinhard (Kijewski) sowie Jungfrau Margret (Eich) in trauter Dreisamkeit und schmissen Strüßjer, Schokolädschen und Kamelle was das Zeug hielt. Reichlich „beworfen“ – nicht zuletzt auch mit guter Stimmung – wurden die Jecken auch vom Wagen der Mechernicher „Bleifööss“ aus.

„Es ist einfach toll, dass in jedem Jahr so viele Leute dabei sind“, freute sich die Communio-Heimleiterin Ulrike Müller. Gemeint war damit nicht nur das Mechernicher Fastelovends-Spektakel im Allgemeinen, sondern auch die Gruppe der Communio im Speziellen. Sage und schreibe 69 als Fliegenpilze verkleidete „Glücksbringer“ (Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige) tanzten und rollten durch die Straßen. Ebenfalls als beachtliche Gruppe gackerten die „Klüngelsbröder“ mit ihrem Präsidenten Carlo Flaschentreher als jecke Hühner im Zoch. Darunter auch Wolfgang Weilerswist, der verriet: „Ich wollte auch ein paar rohe Eier schmeißen – man weiß ja nie, wer am Straßenrand steht – aber das durfte ich nicht…“. Sprachs, lachte und flatterte davon.

„Film ab“ lautete das Motto der entzückenden Caritas-Gruppe „Rut un Wieß“, die sich als „Popcorn“ verkleidet hatte. Spätestens seit ihrer fröhlichen Präsentation ist klar: Popcorn muss glücklich machen. Gleichzeitig scheint dafür auch der Schalk im Nacken ein gutes Rezept zu sein, denn davon haben die ebenso sympathischen wie gut gelaunten „Blaumänn“ um Dieter Deuker eine gute Portion. Seit Jahren nehmen sie mit ihren kreativen Mottowagen die Lokalpolitik – allen voran den ersten Bürger der Stadt – aufs Korn. Diesmal war Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick als Torwart auf eben dem Rasenplatz zu sehen, den – so die Blaumänn – sich die Bevölkerung seit Langem im Eifelstadion wünsche. Für die Blaumänn stellt es sich, wie immer mit einem Augenzwinkern, so dar: „Unsere Nr. 1 hält alles (auf)!?“ Nicht aufzuhalten allerdings war die bunte Zirkustruppe, als die FMK-Tanzgarde dabei war, Verstärkung gab’s von den FMK-Clowns. „Begleitet“ wurden sie natürlich auch in diesem Jahr vom Komiteewagen des FMK und der Prinzengarde.

Viel jecke Unterstützung hatten die Mechernicher Karnevalisten wieder aus Roggendorf, wo die wunderschön anzusehenden „echten Fründe“ um Tobias Frings und Thorsten Nöten als Zirkus“ Roggencalli“ unterwegs waren und sich schließlich dem Mechernicher „Zoch“ anschlossen. Ebenso unter anderem die witzigen „Minions“-Figuren um Jörn Hück und Thomas Filz, die fleißig Bananen verteilten, und die „Chinesen“ um Anja Stalzus. Letztere hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen: Statt süßem Wurfmaterial brachten sie Kinderbücher unters Volk.

Auch die Roggendorfer „Vogelscheuchen“ um Fred Kloster waren ohne „Kamelle“ nach Mechernich gekommen: Sie machten ihrem Namen alle Ehre und warfen mit reichlich Stroh um sich. So schüttelte sich auch manch ein Gast auf der Ehrentribüne, auf der auch Bürgermeister Dr. Schick den Narrenzug verfolgte, anschließend lachend die Halme ab. Nicht fehlen durften natürlich auch das Kommerner Prinzenpaar der KG Greesberger, Nicole I. und Thomas I. (Bank) nebst Gefolge. Auch Karnevalisten aus Bleibuir, Eicks, Harzheim und Strempt bereicherten den Zug.

Für die Sicherheit – und ebenfalls gute Laune – sorgten die Mechernicher Feuerwehr und das Mechernicher Jugendrotkreuz sowie der Rotkreuz-Bereitschaftsdienst des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen.

Bleibt dem diesjährigen Motto „Överall nur Jubiläe, datt öss janz schön bunk. Trotz Mini Sessiönsche lööf oße Zoch höck rungk. Och 2016 komme mir ohne Verspätung ahn. Datt schaff noch nett ens die deutsche Bundesbahn!“ nur eines hinzuzufügen: Mir freue os opp 2017!

pp/Agentur ProfiPress
(09.02.2016)

 

Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de) vom 05.02.2016

 

Rathaus im Ausnahmezustand

 

Die Entmachtung schien ihn nicht wirklich zu betrüben: ein überwältigter, aber durchaus heiterer Bürgermeister Dr. Schick. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

 

Prinzengarde und Jecke enterten mit Kanonendonner die Machtzentrale am Bleiberg

 

Mechernich – Pünktlich um 11.11 Uhr wurde es an Weiberfastnacht ernst für Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Die Prinzengarde, unterstützt vom Festausschuss und dem KC Bleifööss setzte zum Sturm auf das Rathaus an. Eine große Schar Aufständischer, die sich vor der Machtzentrale am Bleiberg formiert hatten, hinter sich wissend, forderte Heinz Addy Sechtem als Kommandant der Prinzengarde den Bürgermeister und die städtischen Söldner auf, das Rathaus sofort zu verlassen. „Wir warnen davor, alle Kleinodien oder sonstigen Wertgegenstände und Wertpapiere aus dem Rathaus zu entfernen“, ordnete Sechtem an. Den Bürgermeister beeindruckte die Meuterei zunächst überhaupt nicht. Fröhlich prostete er aus sicherer Höhe vom Rathausbalkon dem närrischen Volk zu.

Dass die Rebellen von Prinzengarde, Festausschuss und KC Bleifööss diese Respektlosigkeit nicht ungestraft lassen konnten, verstand sich von selbst. Der auf dem Rathausbalkon zur Schau gestellte Ungehorsam bot der Prinzengarde endlich willkommenen Anlass, ihren Forderungen mit donnernden Schüssen aus der Kanone Nachhall zu verleihen. Der Rauch des ersten Schusses war noch nicht ganz verflogen, da knallte es auch schon von oben: Schick ballerte aus der Piratenpistole zurück.

Im Nu entfachte sich ein Gefecht, und erst nach etlichem Nachladen, vielen weiteren Salven und als die Luft vom Schießpulver-Geruch geschwängert war, ergab sich die Stadtspitze, und Schick schwenkte die weiße Flagge als Zeichen seiner Unterwerfung. Ein überwältigter, aber durchaus heiterer Bürgermeister ließ sich abführen und händigte bereitwillig den Rathausschlüssel und die Kapitulationsurkunde aus.

Und als ob das noch nicht genug wäre, machte er gemeinsame Sache mit dem übermächtigen Gegner. „Alle vor dem Rathaus hier, hebt die Gläser, hoch das Bier! Und stoßt mit mir ganz ohne Frage an auf die drei tollen Tage!“, appellierte das entmachtete Stadtoberhaupt an seine einstigen Untertanen.

„Alles kommt erst mal aufs Eis, selbst Rosenke, selbst der Kreis, Flüchtlingsheim und Kreisumlage steh‘n für uns jetzt außer Frage, rauben uns jetzt nicht den Schlaf - dreimal „Hoch“ und laut „Alaaf“, kündigte Schick den Jecken den Ausnahmezustand im Rathaus an.

Das ließen sich diese nicht zweimal sagen und stimmten zur Feier des jecken Dreifach-Jubiläums von Festausschuss (55 Jahre), Prinzengarde (44 Jahre) und KC Bleifööss (33 Jahre) eine deftige Variante von „Atemlos“ an.

Dazu gab es ein hochprozentiges Friedensangebot von Sechtem an Schick, was bei Letzterem bewirkte, dass er sich bei Prinz Michael III. (Sander), Bauer Reinhard (Kijewski) und Jungfrau Margret (Eich) unterhakte und zu den live vom Dreigestirn vorgetragenen jecken Liedern schunkelte. Was wollte das Narrenherz mehr ?

pp/Agentur ProfiPress
(05.02.2016)

 

Informationen aus dem Landtag Nordrhein-Westfalen

 

3 x Mechernich Alaaf:


Tollitäten aus Mechernich beim Närrischen Landtag NRW 2016

 

Ausgelassene Stimmung im nordrhein-westfälischen Landtag: Mehr als 111 Prinzenpaare, Dreigestirne, Prinzessinnen und Prinzen aus ganz Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag, 26. Januar 2016, die „Fünfte Jahreszeit“ im Düsseldorfer Landesparlament gefeiert. Auch Prinz Michael III., Bauer Reinhard & Jungfrau Margret waren beim Empfang von Landtagspräsidentin Carina Gödecke dabei.

 

Das Gipfeltreffen der Tollitäten im Landtag hat Tradition. Immer kurz vor dem Höhepunkt närrischer Heiterkeit am Karnevalssonntag (in Mechernich) zeigen die jecken Ehrengäste im Landesparlament, wie bunt und vielfältig der Karneval in Nordrhein-Westfalen ist.

 

 

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Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernicher.de) vom 29.01.2016

 

Mechernicher Tollitäten im Landtag

 

Die Abgeordneten Klaus Voussem (vorne rechts) und Dr. Ingo Wolf (vorne links) feiern mit Tollitäten unter anderem aus dem Stadtgebiet Mechernich in der Bürgerhalle des Landtags Karneval. Foto: Landtag/pp/Archiv ProfiPress

 

Landtagsabgeordneter Klaus Voussem empfängt Dreigestirne aus Eiserfey und Mechernich – Bis spät in die Nacht gefeiert

 

Mechernich/ Düsseldorf – Gleich zwei Dreigestirne aus dem Mechernicher Stadtgebiet machten sich jüngst auf die Reise nach Düsseldorf. Dort wurden sie im Rahmen der Veranstaltung „Närrischer Landtag“ gemeinsam mit Tollitäten auch aus Palmersheim vom Abgeordneten Klaus Voussem im Landtag empfangen.

Mit Prinzessin Maria I. (Reiher), Jungfrau Brigitte (Männel) und Bäuerin Helga (Klatt) nahm das Damendreigestirn der Karnevalsgesellschaft Feytaler Jecken Eiserfey 1966 e.V. am Närrischen Landtag teil und stattete damit dem Parlament am Rhein einen Besuch ab.

„Mir drei senn jar nett bang und trecke all an eenem Strang“, so lautet das Motto von Prinz Michael (Sander), Jungfrau Margret (Eich) und Bauer Reinhard (Kijewski), die als diesjähriges Jubiläumsdreigestirn der Stadt Mechernich, welches alle drei Mechernicher Karnevalsgesellschaften vereint, ebenfalls von Klaus Voussem empfangen wurden.

Zu guter Letzt konnte der Euskirchener Landtagsabgeordnete auch noch das Damendreigestirn der Karnevalsgesellschaft Palmersheim 1951 e.V. begrüßen. Dem Dreigestirn gehören Prinz Margret I. (Witt), Jungfrau Edeltraud (Schmitz) und Bauer Uschi (Spaleck) an.

Auf den offiziellen Empfang durch das Landtagspräsidium folgte die Vorstellung der Tollitäten aus der Bühne im Bürgersaal des Landtags. Anschließend wurde ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Programm aus Musik und Tanz geboten. Hunderte Karnevalisten, darunter zahlreiche Prinzen, Prinzenpaare und Dreigestirne, aus ganz Nordrhein-Westfalen präsentierten sich stolz, tauschten ihre Orden und feierten bis weit in die Nacht.

pp/Agentur ProfiPress
(29.01.2016)