Schon im Jahre 1978 gab es erste Versuche, Regimentsköche in der Prinzengarde Mechernich zu etablieren. 2 Köche begleiteten das Musikcorps der Prinzengarde bei Karnevalsauftritten und -umzügen. Aus beruflichen Gründen “schlief” das Ganze aber wieder ein.

 

Im Jahre 1983 wurde dann die Regimentsküche offiziell gegründet. In den nächsten Jahren begleiteten die Regimentsköche die Prinzengarde bei Karnevalsumzügen und -auftritten. Beim “Sturm auf das Rathaus” an Weiberfastnacht wurde die Regimentsküche unentbehrlich und ist dort nicht mehr wegzudenken.

 

Zum 11-jährigen Bestehen der Regimentsküche im Jahre 1994 trat diese erstmals auch als eigene Gruppe im Verband der Prinzengarde beim Mechernicher Karnevalszug auf. Über 15 “Köche”, “Köchinnen”, “Konditoren” usw., sogar ein echter Metzgermeister aus Schleswig-Holstein, bildeten die Gruppe. Die Prinzengarde honorierte den 11-jährigen, unermüdlichen Einsatz mit einem entsprechenden Sessionsorden. Mittels einer geliehenen Gulaschkanone wurde erstmals Erbsensuppe (über 100 Liter) im Zug an die Jecken verteilt.

Auf Grund des großen Erfolges dieser “Massenspeisung” wurde von der Regimentsküche beschlossen, einen eigenen Küchenwagen in Betrieb zu nehmen. Die Mitglieder der Regimentsküche scheuten weder Zeit noch Arbeit, um einen zünftigen Küchenwagen im Karnevalszug 1995 zum Einsatz zu bringen.

Am Freitag nach Weiberfastnacht im Jahre 1995 war es soweit, zum erstenmal kam der neue Küchenwagen zum Einsatz. Im Rahmen der Vorbereitung zum Karnevalszug wurde der Wagen den staunenden Mitgliedern der Prinzengarde vorgestellt. Es gab reichlich Würstchen und Kölsch.

 

Beim Karnevalszug 1995 wurden über 150 Liter selbstgemachte Erbsensuppe und jede Menge Glühwein unter die Jecken gebracht. Der neue Küchenwagen hatte sich voll bewährt. Die ersten nicht-karnevalistischen Veranstaltungen (z.B. die Maifeier in Mechernich) wurden “kulinarisch betreut”.

 

Neben Karnevalsumzügen, Maifeier und dem Sommerfest der Prinzengarde kam der Küchenwagen auch bei anderen “Großveranstaltungen” im Sommer 1996 zum Einsatz. Teilnehmer und Besucher einer “Motorrad – Oldtimer – Rallye” konnten im Kommerner Mühlenpark vom guten Geschmack der selbstgemachten Erbsensuppe überzeugt werden. Bei anderen Veranstaltungen, so z.B. anläßlich einer Goldenen Hochzeit, konnte die Regimentsküche auch mit einer kräftigen, selbst gekochten Gulaschsuppe (über 130 Liter) ihre Kochkunst unter Beweis stellen.

 

Auch 1997 wurden neben den Karnevalsumzügen in Mechernich und Kommern weitere Veranstaltungen (Maifeier, Sommerfest, Polterabende usw.) “verpflegungstechnisch” versorgt. Der Küchenwagen wurde im Zusammenhang mit einer Grundüberholung vom bisherigen Dieselbetrieb auf Gasbetrieb umgestellt. Im Jahre 1998 wurde zum erstenmal auch am Karnevalszug in Vussem teilgenommen, wo neben Glühwein reichlich Brat- und Siedewürste unters Volk gebracht wurden. Beim Karnevalsumzug in Mechernich ist die “legendäre” Erbsensuppe der Regimentsküche längst Tradition geworden.

 

Nach der Session 1998 wurde der Küchenwagen technisch und ausstattungsmäßig verbessert. Der durch den Gasbetrieb völlig unabhängige Küchenwagen verfügt nunmehr über einen 200 Liter fassenden Druckkessel für Suppen jeglicher Art, einen 100 Liter fassenden Kessel für Glühwein / Kaffee bzw. zum Erwärmen von Siedewürstchen usw., einen Bräter für Bratwürste usw., einen Bräter für Reibekuchen, eine Friteuse sowie eine Kochplatte. Zusätzlich können Holzkohlegrills zum Einsatz gebracht werden. Feste jeglicher Art können nunmehr “kulinarisch” umfassend betreut werden.

 

In den Jahren 1999 und 2000 nahm die Regimentsküche in bewährter Weise an den Karnevalszügen in Vussem und Mechernich teil. Auf Grund der Nachfrage werden im Mechernicher Karnevalszug mittlerweise die Kapazitäten der Kücheneinrichtungen voll “ausgeschöpft”. 200 Liter Erbsensuppe und 100 Liter Glühwein und zusätzlich reichlich Kamelle werden im Mechernicher Karnevalszug an die Jecken verteilt. In Vussem sind es immerhin über 250 Siedewürstchen und fast 70 Liter Glühwein und auch sonst noch reichlich “kleinere Durstlöscher” und Kamelle. Ganz schön stressig, so ein Karnevalswochenende.

 

Mit 200 Litern Erbsensuppe ist der Karnevalszug in Mechernich schon als Großeinsatz zu bezeichnen: immerhin müssen 20 Kilo Trockenerbsen eingeweicht, 25 Kilo Kartoffeln geschält und geschnitten werden, 15 Kilo Zwiebeln müssen ebenfalls (unter Tränen) geschält und geschnitten werden. Zusätzlich müssen reichlich Möhren und frischer Porree gesäubert und geschnitten sowie 20 Ringe Fleischwurst in kleine Stücke geschnitten werden. Da wird so manche Stunde Arbeit investiert, und das auch noch am Freitag nach Weiberfastnacht. Am Karnevalssonntag, morgens um 09:00 Uhr (ungeachtet der Auswirkungen des Vussemer Zuges), werden dann Zwiebeln und Speck im Küchenwagen angebraten, die anderen Zutaten in den großen Kessel gefüllt und anschließend das Ganze zum Kochen gebracht, was bei der großen Menge einige Zeit benötigt. Ab 13:15 Uhr werden dann am Aufstellungsort als erstes die Zugteilnehmer der Prinzengarde mit Erbsensuppe und Glühwein versorgt.

 

Im Jahre 2001 veranstaltete der AWO-Kindergarten in Mechernich-Bergheim den 1. Bergheimer (Kinder-) Karnevalszug. Die Regimentsküche hat selbst- verständlich an diesem Zug teilgenommen und die Prinzengarde vertreten. Über 150 Würstchen, fast 30 Liter Glühwein und jede Menge Süßigkeiten wurden unters Narrenvolk gebracht. Am Tage darauf wurden in Mechernich- Vussem neben den Süßigkeiten über 250 Würstchen und fast 60 Liter Glühwein verteilt. Beim Karnevalszug in Mechernich am Sonntag wurden neben 200 Litern Erbsensuppe über 150 Liter Glühwein sowie kisten- und säckeweise Süßigkeiten verteilt.

 

Ebenfalls im Jahre 2001, veranstaltete das Vereinskartell Mechernich einen Weihnachtsmarkt in Mechernich. Neben den Mechernicher Vereinen beteiligten sich auch viele Schulklassen und Kindergärten. Von der Prinzengarde Mechernich war die BigBand mit einem musikalischen Auftritt und natürlich die Regimentsküche beteiligt. Es wurden über 30 kg selbstgemachte Reibekuchen (natürlich wurde auch der Kartoffelteig in stundenlanger Arbeit selbst hergestellt), über 60 Liter Glühwein sowie über 100 Paar Wiener Würstchen an die Besucher des Weihnachtsmarktes ausgegeben. Insgesamt gesehen war der kleine, aber feine Mechernicher Weihnachtsmarkt sowohl für die Besucher als auch für die Teilnehmer eine gelungene Sache, die hoffentlich im nächsten Jahr wiederholt wird und den Mechernicher Weihnachtsmarkt wieder zur Tradition werden läßt.

Auch in der Sesseion 2001/ 2002 hat die Regimentsküche an Karnevalszügen und -veranstaltungen in Mechernich teilgenommen. Der erste Karnevalszug in der Session 2001/02 hat in Mechernich-Bergheim stattgefunden. An diesem Zug hat auch unser Prinz Wolfgang I. teilgenommen. Am Samstag folgte der Karnevalszug in Mechernich-Vussem und am Sonntag der große Karnevalszug in Mechernich. Bereits am Donnerstag hatte die Regi- mentsküche zusammen mit der Artillerie, dem Festkomitee und der BigBand das Mechernich Rathaus gestürmt.

Beim Sommerfest der Prinzengarde im Jahre 2002 wurden über 300 Gäste von der Regimentsküche mit “Schnibbelfleisch”, Grillbratwurst und Bratkartoffeln verwöhnt.

Beim Mechernicher Weihnachtsmarkt im Dezember 2002 war wie im Vorjahr auch die Regimentsküche vertreten. An den 2 Tagen wurden aus mittler- weile über 80 kg (selbstgemachten) Kartoffelteig hergestellte und frisch gebackene Reibekuchen verkauft.

Traurige Regimentsküche

Der jahrelang zum Einsatz gekommene Küchenwagen erhielt im Januar 2003 keine TÜV-Zulassung für die Karnevalsumzüge. So mußte die Küche für die Karnevalszüge in Bergheim und Vussem auf den Bagage-Wagen der Artillerie und im Mechernicher Karnevalszug sogar auf den Festkomitee-Wagen der Prinzengarde zurückgreifen.

Die Zuschauer mußten in diesem Jahr auf heiße Würstchen, Glühwein und natürlich auch auf die traditionelle Erbsensuppe verzichten. Auch in der Presse wurde darüber berichtet.

DER TÜV HAT UNS WIEDER LIEB !!!!!!!!!!!!

Im Spätsommer des Jahres 2003 hatte “irgend jemand” wohl genug von der “traurigen Küche”. Die Regimentsküche kam in den Besitz eines 2achsigen Anhängers. Doch jetzt gingen die Probleme erst richtig los. Was sich einfach anhörte - Küchenaufbau samt Bodenplatten einfach los schweißen und auf den neuen Anhänger umsetzen und fest schweißen - erwies sich als riesiges Problem. Wer kann, wie, wo und wann soll der Umbau stattfinden. Nach langem Hin und Her und noch mehr Glück kamen die rettenden Ideen und die Leute, die diese Ideen auch umsetzen konnten und wollten. Im Spätherbst 2003 konnte in einer “Ruck-Zuck-Aktion” der komplette Küchenaufbau auf den neuen Anhänger umgesetzt werden.

Nun mussten “nur” noch neue Seitenteile sowie Vorder- und Heckverkleidung angefertigt, angebracht und angemalt werden, ein neuer Treppenaufgang hergestellt werden, die Technik in einen für den TÜV funktionierenden Zustand gebracht werden, usw. usw. usw..

 

Das mag sich einfach anhören, war es aber ganz bestimmt nicht. Mittlerweile nahten die Karnevalsumzüge; Die Anmeldungen für die Umzüge bei der Stadt standen an, entsprechende Fristen waren einzuhalten. Irgendwie hatten wir es dann geschafft: Der Küchenwagen war fertig und der TÜV-Termin am Freitag, den 13.02.2004, stand fest. Doch was hörte man von anderen Karnevalsgesellschaften: Der TÜV achtete in diesem Jahr ganz besonders auf den Zustand der Reifen und ein “ehrlicher” Blick unter unseren Wagen sagte uns “Das wird nix werden !” Also, kurzfristig TÜV-Termin auf Montag, den 16.02.2004 verschoben und nach Lösungen gesucht. Und es klappte, neuwertige Reifen konnten zur Verfügung gestellt werden, aufgezogen werden und los ging es zum TÜV. Und es klappte tatsächlich, bis auf 2 Kleinigkeiten war unser neuer Küchenwagen einsatzbereit. Am Dienstag, den 17.02.2004 wurde uns das TÜV-Gutachten übergeben und somit konnten 2 bzw. 4 Tage vor den Karnevalsumzügen in Mechernich-Bergheim und Mechernich die entsprechenden Unterlagen bei Veranstaltern / Stadt vorgelegt werden.

Am Freitag, den 20.02.2004 war unser Küchenwagen beim Kinderzug in Bergheim im Einsatz, wo jede Menge Glühwein und heiße Würstchen verteilt wurden. Am Sonntag, den 22.02.2004, wurden im Mechernicher Karnevalszug annähernd 200 Liter Erbsensuppe und fast 100 Liter Glühwein verteilt.

 

Unser Dank gilt, neben den Mitgliederinnen und Mitgliedern der Prinzengarde und der Regimentsküche, die uns mit ebenso viel Ideen wie auch tatkräftiger Unterstützung zur Seite standen, vor allem speziell auch “Kasi” Stockhausen, der nicht nur den Umbauort einschließlich Kran zur Verfügung stellen konnte, sondern auch alle notwendigen Schweißarbeiten durchführte. Weiterhin gilt unser Dank Josef Arns aus Weyer, der uns wochenlang Platz für die “Nacharbeiten” in seiner Halle zur Verfügung stellte; Philipp Arns, der mit unserem Wagen kurzfristig zum Wiegen fuhr; Rolf Vogelsberg, der uns den nicht nur hin und her und von da nach dort fuhr, sondern auch dafür sorgte, das wir “ordentlich bereift” zum TÜV fuhren; Josef Schmitz und seine Mannen, die für den ansprechenden Anstrich sorgten. Letztendlich danken wir auch dem TÜV Euskirchen für die kurzfristigen Terminabsprachen sowie den Veranstaltern / Stadt Mechernich für die kurzfristigen Genehmigungen.

 

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Unsere Feldküche

 

Unsere Feldküche

 

Unsere Feldküche

 

Unsere Feldküche

 

Unsere Feldküche